Madaraka Express: Mit dem Zug von Nairobi nach Mombasa

Der Madaraka Express steht am Gleis im Nairobi Terminus, bereit zur Abfahrt Richtung Küste.

Kenia von der Schiene aus zu erleben, stand schon lange auf meiner Liste. Beim letzten Fam Trip machte uns ein gestrichener Lufthansa-Flug einen Strich durch die Rechnung – dieses Mal hat es jedoch geklappt! Hier teile ich nun meine Zugreise Kenia Erfahrungen. Die Zugfahrt mit dem Madaraka Express verband uns in rund sechs Stunden zwischen Nairobi und der Küstenstadt Mombasa. Dabei war die Fahrt weit mehr als nur ein Transportmittel. Während der Reise erlebte ich Sicherheitskontrollen, lebhafte Wartehallen, gemütlichen Bordservice und ein Mini-Safari-Erlebnis durch die Tsavo Nationalparks. So konnte ich das echte Kenia hautnah erleben.

Key Takeaways

  • Der Check-in am Terminus ist dank Spürhunden und Scannern hochprofessionell – plane genug Zeit für den „Sicherheits-Marathon“ ein.
  • Halte die Kamera bereit! Die Fahrt führt direkt durch die Tsavo-Nationalparks, wo Elefanten und Zebras am Fenster vorbeiziehen.
  • Von Masala Tea in der Wartehalle bis zu günstigen lokalen Klassikern wie Sukuma Wiki im Bordrestaurant ist für Verpflegung gesorgt.
  • Während draußen die Temperaturen auf 39 °C klettern, erreicht der Madaraka Express Mombasa auf die Minute genau.
  • Ob man Sitze zur Vierergruppe dreht oder das emsige Putzpersonal beobachtet – die Fahrt ist unterhaltsam und spannend zugleich.

Der Tag beginnt früh. Um 6:20 Uhr verlassen wir die Acacia Tree Lodge in Karen, ausgestattet mit Frühstücksboxen und viel Vorfreude auf unsere Fahrt mit dem „Madaraka Express“. Schon um 6:55 Uhr erreichen wir den Nairobi Terminus, wo alles seinen geordneten Gang geht – auf kenianische Art. Apropos Zugreise Kenia Erfahrungen: Der Prozess am Bahnhof erinnert fast schon an einen internationalen Flughafen. Plan also genug Zeit ein!

Die Sicherheitsvorkehrungen beim Madaraka Express sind sehr genau. Als Erstes steht eine Wellblechhalle vor uns und am Eingang beginnt der gründliche Sicherheitscheck. Es gibt getrennte Reihen für Männer und Frauen und einen Body- und Rucksack-Scan, während unsere Koffer auf einem Rondell landen. Wir stellen uns an der Wand gegenüber auf. Inzwischen schnüffeln Drogen- und Sprengstoffspürhunde sorgfältig jedes Gepäckstück ab. Danach folgt ein weiterer Koffer-Scan – und endlich geht es hinein ins Terminal.

Am Ticketschalter im Terminal lassen sich zwar Last-Minute-Tickets kaufen. Doch mein lokaler Partner Moses ist längst ein Profi. Er hat die Tickets bereits per M-Pesa, dem mobilen Bezahldienst, vorab bezahlt. In Windeseile druckt er unsere vier Tickets aus. So bleibt sogar noch Zeit für einen kurzen Selfie-Stopp vor dem modernen Bahnhof. Danach bittet uns das Sicherheitspersonal freundlich, aber bestimmt, wieder in die Halle.

Ein weiterer Pass- und Ticketcheck. Noch einmal durch den Scanner – und dann geht es die Rolltreppen hinauf in die helle Wartehalle mit Blick auf die Gleise. Die Halle ist in First- und Second-Class-Bereiche unterteilt, jeweils mit kleinen Restaurants und sogar einer Stillbox für Frauen – ein wirklich durchdachter Service! Besonders charmant: Eine Mitarbeiterin kommt mit einer Menükarte direkt zu den Sitzbänken. Wir bestellen einen Kaffee für meine Mama, drei Masala Teas für uns anderen – und packen unsere Frühstücksboxen aus.

Gemütlich wird es allerdings nicht lange, denn kurz darauf ertönt die Durchsage: Boarding. Heute sind die Kartenlesegeräte defekt, also kontrolliert das Bahnpersonal die Tickets manuell. Die ersten Eindrücke gehen direkt in meine Zugreise Kenia Erfahrungen ein. Ergänzend muss erwähnt werden, dass die Organisation beim Madaraka Express insgesamt sehr professionell ist.

Um 8:01 Uhr rollen wir pünktlich los – Deutsche Bahn, bitte mitlesen!

Während Nairobi hinter uns kleiner wird, zeigt die Anzeige angenehme 20 °C – doch je näher wir der Küste kommen, desto heißer wird es. Irgendwo auf Dreiviertel des Weges klettert die Temperatur auf 39 °C. Zunächst sitzt jeder still für sich und schaut aus dem Fenster auf vorbeiziehende Vororte und Industriegebiete. Den Moment, als wir den Nairobi Nationalpark durchqueren, verpassen wir leider – beim nächsten Mal wissen wir’s besser. Die schöne Landschaft entlang der Madaraka Express Strecke ist immer wieder beeindruckend.

Etwas überrascht bin ich, wie oft im Zug gewischt wird. Alle 15 bis 30 Minuten moppt eine Mitarbeiterin den Boden und das mit beeindruckender Präzision, ohne dass jemand ausrutscht. Ganz nebenbei öffnet ein Mitreisender pünktlich zur Abfahrt sein erstes Tusker-Bier und wenig später Smirnoff Ice. Offenbar ist er ein echter Zug-Veteran.

Die Toiletten sind klein, aber sauber – nur das Toilettenpapier fehlt. Dafür liegt das Waschbecken außerhalb, direkt neben der Wickelstation – viel hygienischer, wenn man an Türklinken denkt.

Ein echtes Highlight folgt, als wir mitten durch die beiden Tsavo Nationalparks rollen. Elefanten, Zebras, Impalas und Kudus ziehen vorbei – ein Mini-Safari-Erlebnis direkt vom Zugfenster aus! Spätestens jetzt herrscht ausgelassene Stimmung. Wir entdecken, dass man die Sitzreihen umdrehen kann. Infolgedessen verwandeln wir unsere Plätze kurzerhand in kleine Vierergruppen. Zwischen White Cap- und Tusker-Bier wird gelacht, erzählt und gestaunt. Hier werden Zugreise Kenia Erfahrungen mit allen Sinnen gesammelt.

Gegen 12:30 Uhr zieht uns der Hunger ins Bordrestaurant, wo es typische kenianische Gerichte wie Sukuma Wiki, Ugali und Chapati für umgerechnet zwei Euro gibt. Der Restaurantwagen ist belebt – und irgendwie herrlich chaotisch. Das Bordpersonal erledigt seine Buchhaltung direkt zwischen den Gästen.

Als schließlich die ersten Palmen auftauchen, wissen wir: Mombasa ist nah. Pünktlich um 14:00 Uhr rollen wir in den Terminus ein. Beim Aussteigen herrscht dichtes Gedränge. Einige nehmen den Pendelzug ins Zentrum, andere drängen zu den Parkplätzen, wo Taxis und Transferbusse auf die Fahrgäste warten.

Nach kurzem Suchen finden wir unsere Fahrer und steigen in zwei klimatisierte Toyota Noahs – dankbar für die Abkühlung bei immer noch 36 °C. Nur 20 Minuten später erreichen wir unser Hotel, das Sentrim Royal Castle im Herzen der Stadt. Wegen des Todes von Raila Odinga ist der Verkehr ungewöhnlich ruhig – sonst kann die Fahrt auch mal eine Stunde dauern. Letztlich spiegelt die gesamte Ankunft unsere Zugreise Kenia Erfahrungen wider.

So endet unsere knapp sechsstündige Zugfahrt von Nairobi nach Mombasa – pünktlich, ereignisreich und mit vielen kleinen Momenten, die bleiben. Ein Stück Kenia, das zeigt: Reisen kann hier genauso effizient wie erlebnisreich sein. Es gibt einen ganz eigenen Rhythmus und ein Hauch Safari-Feeling auf Schienen.

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Reiseberaterin und Inhaberin von safarizeit Erlebnisreisen, Stephanie Zemmrich

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